Mär.
12
2010

Ich steh wieder auf!

 

Hallo liebe Freunde und liebe Fans,

 

es ist momentan sehr schwer die aktuelle Berichterstattung aus Doha/ Katar mitzuverfolgen. Ich wäre so gerne dabei gewesen und hätte mitgekämpft, aber leider hindert mich meine Knieverletzung an der Teilnahme.

Trotzdem freue ich mich über die bislang doch fast nur positiven Ergebnisse der Mannschaft und wünsche jedem einzelnen viel Erfolg und natürlich auch das nötige Quentchen Glück.

 

Trotz allem bin ich kein Mensch, der gerne nur zusieht und geradezu untätig herumsitzt. Dieser dicke Kloss in meiner Brust, der wie ein schwerer Stein drückt, wird hoffentlich bald verschwinden.

 

Aber wie schon ein Fan in meinem Gästebuch erwähnte:" Ariane- warum fallen wir? Damit wir wieder aufstehen können."

 

Und Recht hat er!!!

 

Jede/r Athlet/in hat Seine/Ihre Prüfungen im Leben zu meistern und dazu gehören nun einmal Niederlagen, Verletzungen, seelische und körperliche Tiefs dazu. Gerade aus diesen Lebenslagen zu lernen und stets immer sein Bestes im nächsten Training und anschliessend im Wettkampf zu geben - darauf kommt es an.

Auch wenn die Situation gerade nicht einfach ist und ich mich am liebsten weinend unter meiner Bettdecke begraben würde, fühle ich mich auf der anderen Seite stark und freue mich auf den ersten Freiluftwettkampf- und auf den Höhepunkt die Europameisterschaft in Barcelona. Der Grad zwischen Gesundheit und Verletzung oder Krankheit liegt oft sehr nah beieinander. Ich wünsche mir gerade für den Sommer, dass dieser nicht mehr weit in die negative Richtung ausschlägt, sondern mir wohlgesinnt ist. Ich denke, mit meinem entzündeten Ischiasnerv, der dicken Erkältung und nun der Entzündung der Patellasehne hab ich mein Jahressoll deutlich erfüllt.

Etwas Positives hat jedoch die Verletzung - ich kann mich nun jeden Tag stundenlang in der Physiotherapie des OSP Frankfurt bei meinen Physios (besonders bei Peter Heckert) rundum mit Strom, Massagen, Osteopathie und Dehnarbeit "verwöhnen" lassen. Ergänzend darf ich locker Joggen oder Fahrrad fahren, sowie Knie- entlastende Stabiarbeit absolvieren.

Abends kommt dann noch die abschliessende Quarkpackung um mein Knie, damit die Entzündung zusätzlich a) gekühlt und b) durch den Quark herausgezogen wird. Ich kann Euch allen versichern, dass es nicht einfach ist einen Quarkverband anzulegen, der nicht über Nacht das Bettlaken vollsaut oder verruscht.

 

Schmerzen wird wohl mehr länger die Doha- Absage, als mein Knie. Aber daraus werde ich auch stark und freue mich jetzt schon auf die Treppensprünge und die nächsten harten Trainingseinheiten.

 

Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Allen bedanken, die mir Mut und Kraft in den letzten Tagen zugesprochen haben, die mich getröstet und aufgebaut haben, die ein offenes Ohr für meinen Wehmut und Schmerz gehabt haben. Danke!

 

Und vor allem Danke an alle Prof. Lohrer, Dr. Radas und Prof. Strobel, sowie Peter Müller und Peter Heckert. Danke!

 



© Ariane Friedrich  -  Kontakt    Impressum